Ein Zeitzeugenbricht einer ehemaligen Schülerin
Ende des Jahres 1945 hörte mein Vater im Rundfunk, daß in Sachsen-Anhalt auf der Peißnitzinsel in Halle eine Internatsschule für Kinder von Opfern des Faschismus, (also meist selbst Verfolgten), gegründet werden sollte. Diese Idee stammte von Kommunisten, die im KZ Buchenwald ihren Leidensgenossen versprochen hatten, nach dem Krieg für ihre verwaisten Kinder zu sorgen. Mein Vater erkundigte sich, ob seine Tochter aus Berlin auch in dieses Internat aufgenommen werden konnte.
So stieß ich im Januar 1946 in Halle auf der Peißnitzinsel zu einer Gruppe von Kindern und Jugendlichen, die aus etwa 45 Personen bestand. Die Jüngsten, zu denen ich zählte, waren knapp 14, die Ältesten, die unter den Nazis zum Teil schon Zwangsarbeit geleistet hatten 16 bis 18 Jahre alt. Viele von ihnen hatten Eltern gehabt, die aus politischen Gründen verfolgt worden waren, bei anderen wieder waren es sog. „rassische“ Gründe, d.h. es handelte sich in der Regel um Kinder, die von den Nazis mit dem hundetauglichen Begriff „Mischlinge“ versehen worden waren. Alle in dieser Gruppe aber hatten Vater oder Mutter verloren, und manche waren sogar Vollwaisen.
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Die offenen Gewölbe im Jahr 1916; Foto: Stadtarchiv
Ein Haus auf Stelzen
Das Peißnitzhaus - ein Wasserschloss? Kein Problem. Der hallesche Architekt Anton Kreke ging 1890 davon aus, dass alle zwei Jahre die Saale das Haus erreicht. Aus diesem Grund entwarf und baute er das Inselschloss auf Gewölbestützen zu ebener Erde auf. Dadurch haben in der Vergangenheit die Hochwasser dem Haus kaum geschadet. Dennoch können die Nutzer der letzten Jahrzehnte einige Geschichten erzählen.
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Ein kurzer geschichtlicher Abriß in Tabellenform. Vom Jahr 1821 bis Jahr 2005.
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Das Video zeigt Auschnitte der Führung durch das Haus.
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Eine ausführliche Geschichte des Peißnitzhauses in Textform.
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Waldschule - Jungvolkheim - Pionierhaus
Ein Haus und drei völlig unterschiedliche Auffassungen von Bildung. In drei unterschiedlichen Epochen wurde dieses Haus durch junge Menschen bevölkert. Schüler des Trotha Gymnasiums haben Dokumente gesammelt, Archive durchstöbert und Zeitzeugen befragt. Auf 68 Seiten haben Sie ihre Erkenntnisse zusammengetragen. Hier können Sie diese online lesen:
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