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Peißnitzhaus e.V.
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Verein zur Restaurierung und
dauerhaften Nutzung des Peißnitzhauses
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Bilanz der Vereinsarbeit 2005 PDF Drucken
Für unsere Mitglieder und Unterstützer hat Roland Gebert (Mitglied des Vorstands) eine Bilanz unserer Arbeit im letzten Jahr gezogen. Hier ein Auszug aus diesem Brief:
Hallo liebe Mitglieder, Helfer und Sponsoren des Vereins!

Der Peißnitzhaus-Verein ist seit drei Jahren aktiv. Das letzte Jahr war reich an Arbeit, aber auch reich an Erfahrungen. Arbeitsreich deshalb, weil wir unter anderem das Konzept und den Finanzierungsplan erarbeiteten und ausgiebig diskutierten. Erfahrungsreich, weil wir bei Gesprächen mit Ämtern und Politkern auf eine schnellere Gangart, was die Nutzung des Hauses betrifft, hofften. Aber eins nach dem anderen.

Das Jahr 2005 begann im Februar mit der Eröffnung der Ausstellung zur Geschichte des Peißnitzhauses im Pavillon. Neben dem Zeitzeugen-Video und der Kopfhörer-Bar stießen vor allem die vielen Text- und Fotodokumente auf das Interesse der Besucher. Unter ihnen auch Vertreter der Stadt wie der hallesche Kulturdezernent Hans-Jochen Marquardt. Die Ausstellung wurde ein paar Monate später - im Juni - noch einmal im KulturStadthaus Halle aufgebaut und insgesamt von 1800 Gästen besucht.

Nach wiederholten Aufforderungen an das Zentrale Gebäudemanagement der Stadt (ZGM), die undichten Stellen im Dach des Peißnitzhauses zu schließen - denen man seitens des ZGM's nur teilweise nachkam - rief der Verein im März die Hallenser öffentlich zu einer Spendenaktion für die Notdachdeckung auf. Nach wenigen Wochen waren die notwendigen 2000 Euro, auch durch Hilfe der Bürgerstiftung, zusammen gekommen (siehe auch hier). Damit investierte der Verein in den letzten drei Jahren neben zahlreichen Arbeitsstunden insgesamt  etwa 10.000 Euro in das Peißnitzhaus, die Kolonnaden und den Pavillon.   

Der Verein übernimmt soziale Verantwortung: Nachdem die ersten von der Arbeitsgemeinschaft Halle (ARGE) geförderten 6 Arbeitsgelegenheiten beendet waren, begannen im Juni erneut 31 Hallenser ihren Zusatzjob in verschiedenen Projekten des Peißnitzhaus-Vereins.

Beim Bürgerfrühstück am 26. Juni 2005 stellten wir unser Konzept zur Peißnitzhaus-Nutzung öffentlich vor. Bei der anschließenden Diskussion sprachen sich Politiker wie die Bundestagsabgeordnete Christel Riemann-Hanewinkel und die hallesche Stadträtin Gesine Haerting für den Erhalt des Peißnitzhauses aus. Die Veranstaltung wurde durch die Bürgerstiftung Halle und die Volksbank Halle gefördert.

Die Eröffnung des Gartenlokals verzögerte sich durch den Diebstahl des Trinkwasser- Standrohres. Der finanzielle Verlust war schmerzlich, dafür spendete der reichhaltige Kultursommer Trost. Während tagsüber Kindergruppen  mehr als 20 Veranstaltungen, darunter die "Märchenreise zum goldenen Apfel" - eine Veranstaltung in der Reihe Märchen und Gesundheit - besuchten, traten am Nachmittag und am Abend unter anderem das freie Theater Schiller-Bühne, der Conferencier Günthi Krause, der Buchautor Christoph Kuhn, Musiker, wie die von Trommelfell, Puppenspieler, Artisten, Sänger, Vorleser und Tänzer auf. Zu erwähnen seien auch die Themenabende, wie z. B. der Russische Abend mit Gästen aus Halles Partnerstadt Ufa. Beim Laternenfest bastelten Kinder zahlreiche Laternen und spielten Großraumschach.

Im November wurde der Verkehrsgarten mit Verkehrs-Quiz und Geschicklichkeitsfahren eröffnet. Mit dabei waren die Verkehrspolizei, der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) und die Streetworker vom  Jugendamt. Im gleichen Monat stellten wir der Presse das Konzept des 1,8 km langen Natur-Erlebnispfades vor, der westlich vom Haus beginnen und nach 15 Stationen wieder am Peißnitzhaus enden wird. Passend zur kalten Jahrszeit hatte das neue Märchenprojekt "Zu Besuch bei Frau Holle" im Planetarium Premiere.

Die zweite AGH-Maßnahme (Arbeitsgelegenheiten auf 1-Euro-Basis) wurde im November erfolgreich abgeschlossen. Es folgte ab 1. Dezember der Beginn der neuen Maßnahme mit nunmehr 53 Mitarbeitern.

Einen hoffnungsvollen Jahres-Abschluss bildete die Anerkennung des Vereins als freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe durch den Kinder- und Jungendhilfeausschuss der Stadt Halle.